Unsere Pflegetipps für Erden
Torffrei, torfreduziert oder torfhaltig?
Eine Frage, die Gartenliebhaber immer mehr beschäftigt. Sicher gab es schon gute Anwendungserfolge, aber sicher auch schon Enttäuschungen.
Welche Erde ist gut und welche nicht? Wir möchten Ihnen helfen, sich zu orientieren, geben Ihnen Tipps und Tricks mit auf Ihren Weg und erklären Ihnen die Zusammensetzungen. Basierend auf diesen Fakten werden Sie sich sicher entscheiden und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können.
Grundsätzliches
Es gibt verschiedene Mischungen von Erden:
- Torffreie Erden, z.B. Hack Blumenerde
- Torfreduzierte Erden, z.B. Hack Universalerde „torfreduziert“
- Torferden, z.B. Hack Qualitäts Blumenerde
Produkte aus unserem Sortiment:

torffrei

torfreduziert

torfhaltig
Zusammensetzungen
Grünkompost
- liefert Nährstoffe
- RAL-gütegesichert
- Recycling bzw. Upcycling
Rindenhumus
- strukturstabil
- fördert die Belüftung der Wurzeln
- liefert Nährstoffe
Holzfaser
- strukturstabil
- fördert die Belüftung der Wurzeln
Kokosfasern
- verbessert die Speicherung von Wasser
- Kokos gemahlen
- strukturstabil
- fördert die Belüftung der Wurzeln
Dünger
- rein pflanzlicher Dünger-Mix
- uninteressant für Trauermücken
Zeolithe
- verbessert die Wasser- und Nährstoffspeicherung
Umwelt- und Klimaschutz
Torffreie Erden leisten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Sie stoppen den Abbau von Torf, der wertvolle Moore zerstört. Diese dienen als riesige Kohlenstoffspeicher und schützen die Artenvielfalt. Das Gärtnern mit torffreier Erde vermeidet die Freisetzung von CO2, das bei der Torfverbrennung entsteht, und fördert die Nutzung nachhaltiger Alternativen wie Holzfasern, Kompost und Kokosprodukte.
Beitrag zum Klimaschutz
Reduzierung von Treibhausgasemissionen
Moore sind die größten Kohlenstoffspeicher der Erde. Wenn Torf abgebaut wird, wird dieser Kohlenstoff als klimaschädliches Gas freigesetzt. Der Verzicht auf Torf verhindert diese Emissionen.
Vermeidung von Moorschwund
Der Abbau von Torf trocknet die Moorgebiete aus und zerstört die Lebensräume von unzähligen Tier- und Pflanzenarten. Torffreie Erde schont diese wertvollen Ökosysteme.
Nachhaltige Alternativen
Vielfältige Rohstoffe
Torffreie Erden nutzen nachwachsende Rohstoffe wie Kompost, Holzfasern, Rindenhumus und Kokosprodukte.
Pflegen und Erhalten
Allgemeines
Torffreie Erden sind im Allgemeinen und in der ersten Betrachtung gröber als Torferden. Dies spüren Sie, wenn Sie torffreie Erden in die Hände nehmen, um Ihre Pflanzen umzutopfen oder zu setzen. Das liegt an den Rohstoffen wie beispielsweise Holzfaser und Rindenhumus.
Durch die grobe Struktur nimmt die Erde die Flüssigkeit beim Gießen nicht so gut auf. Während der Anwendung bzw. Gießphasen, werden die feineren Teile wie z.B. Kokos gemahlen weiter nach unten verlagert. Das führt dazu, dass die Erden im oberen Horizont trocken erscheinen, aber im unteren Topfbereich nass sind.
Richtig gießen und düngen – das Wichtigste zusammengefasst
Gießen
Durch die Struktur und Zusammensetzung der torffreien Erde ist ein etwas anderes Gießverhalten notwendig, da das Gießwasser teils schlechter gespeichert wird. Dies zeigt sich oft im oberen Bereich der Erde, so dass schnell angenommen wird, die Erde sei bereits abgetrocknet. Das ist aber oft nicht der Fall, denn im tieferen Bereich des Topfes oder Kübels ist die Erde sehr wohl noch ausreichend feucht und kann Ihre Pflanze mit Wasser versorgen. Hier ist es ratsam, die Feuchtigkeit im tieferen Bereich des Topfes zu überprüfen, bevor Sie wieder wässern. Nach einiger Zeit entwickeln Sie ein gutes Gefühl dafür, wann Ihre Pflanze wieder gewässert werden sollte.
Tipps:
- Zu viel Wasser im Wurzelbereich, bedeutet wenig Sauerstoff im Wurzelbereich – Wurzeln brauchen Sauerstoff, Staunässe ist zu vermeiden.
- Pflanztöpfe anheben (falls möglich) und prüfen, ob die Gefäße sehr schwer sind. Das kann ein Hinweis auf viel Feuchtigkeit sein.
- Das Aufmischen mit Hack Bio Drainage- & Pflanzgranulat verbessert zusätzlich die Belüftung Ihrer torffreien Erden und ist auch für alle anderen Erden anwendbar.
- Ein Unterteller im und/oder unter dem Gefäß kann helfen, die Feuchtigkeit zu prüfen.
- Die Anwendung von Hack Bio Indoor Pflanzgranulat. Dieses Mineralsubstrat ermöglicht den Verzicht von klassischen Blumenerden.
- Mit den Fingern oder einer kleinen Schaufel die Erde beherzt 3-4 cm leicht
öffnen und sich einen Eindruck über den Feuchtigkeitsgrad verschaffen.
Düngen
Durch den Kompostanteil zeichnen sich torffreie Erden durch eine hohe Aktivität an Mikroorganismen aus. Das ist wichtig zu wissen, denn diese zersetzen das Rohmaterial wie z.B. Holzfasern und verbrauchen dazu Stickstoff. Den Pflanzen steht somit weniger Stickstoff zur Verfügung. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass Sie Ihre Pflanzen nach der Pflanzung zeitig mit Düngern versorgen sollten. In Gefäßen sollte dies vorzugsweise mit Flüssigdüngern durchgeführt werden. Hierzu können Sie verschiedene Flüssigdünger aus dem Hack Sortiment verwenden wie beispielsweise unseren Hack Blumendünger flüssig.
Tipps:
- Bei Pflanzungen im Outdoor-Bereich das Substrat und/oder das Pflanzloch mit Hack Bio Hornspäne anmischen. Damit sorgen Sie bereits von Anfang an für eine langsame, aber stetige Stickstoffversorgung (diese hält ca. 4 – 5 Monate an). Auch bietet sich hierzu unser Hack Bio Horngrieß, denn dieses Material ist feiner und somit schneller wirksam.
- Wussten Sie, dass in Hornspäne und Horngries „nur“ Stickstoff enthalten ist? Das ist das Argument, im Laufe der Zeit auch zusätzliche Dünger anzuwenden. Hier bieten sich diverse Spezial- und Universaldünger an wie beispielsweise unser Hack Bio Gartendünger.






